Auekas

Ein sogenannter Wessi der zu Aue fährt?? Dieses sorgt bei einigen meiner Bekannten immer wieder für Kopf schütteln. Und auch im Erzgebirge wurde ich einige Mal gefragt: "Wie kommt es, dass ein Menschen der keine familiäre Beziehung zum Erzgebirge und damit auch zur Wismut hat, zur Wismut fährt?"
Schuld war mein bester Kumpel Henry, der mich zum Aufstiegsspiel gegen die Dortmunder Amateure mitnahm. Dort erwartete mich eine Herzlichkeit der Menschen und das typische Ossi-Wessi Bild konnte zum Glück nicht bestätigt werden. Es war einfach toll und so kam es, dass ich auch in der nächsten Saison Auswärts als auch zu Hause bei vielen Spielen dabei war. Die Kontakte intensivierten sich und ich lernte immer mehr nette Leute kennen. Zu diesen Leuten gehörten auch viele Teile des Bergkgeschrey. Irgendwann war es einfach Standard am Wochenende zur Wismut zu fahren. Diese Sucht wurde besonders durch den Zivildienst (da hat man ja viel Zeit und Geld ;-)) und die Anfangsjahre des Studiums unterstützt. Mittlerweile neigt sich mein Studium dem Ende zu und Henry hat durch seinen Job und Familie auch immer weniger Zeit zur Wismut zu fahren. Deswegen ist die Anzahl der Spiele doch leider sehr gesunken und es ist schade einige Leute seltener zu sehen. Aber die Begeisterung mit dem das Wirken und Schaffen der Wismut beobachtet wird ist ungebrochen. Die Wismut und die Freunde, die ich dank ihr gewonnen habe, ist einfach eine ganz große Liebe.
Wenn ich in meinem Zimmer stehe und die eingerahmten Karten der Spiele sehe, kann ich zu jeder eine oder mehrere wunderbare Geschichten erzählen. Beispielhaft seien hier Osnabrück im ersten 2.Ligajahr genannt (Dino versenkt), Nürnberg mit 7000 Schachtern, Ahlen (Meier drischt über den Ball und Thomas hat es vorausgesagt), Mainz mit dem Krankenhausbesuch, Kaiserslautern (Heute nur OLDSCHOOL), Rostock (Plan B -->Steffi), Bremen Amateure 2008/2009 (Auf diesem Weg Gruß an Nepper, hätte niemals daran geglaubt, dass Glasner noch die Kurve bekommt), Offenbach (Ich hasse die Spiele dort, gibt immer irgendwelchen Stress) die zwei grandiosen Auswärtserfolge in Karlsruhe (5-3 und 1-0) und eine Reihe von denkwürdigen Heimspielen genannt (Das schlimmste Unentschieden meines Lebens gegen Lübeck, Siege gegen Erfurt und Aachen, die gnadenlose 5-1 Niederlage gegen Frankfurt und trotzdem eine wahnsinnige Stimmung).

Es ist einfach der Wahnsinn und der größte Spaß mit dieser Truppe unterwegs seien zu dürfen.

In diesem Sinne eine Gruß an alle Weggefährten der vergangenen Jahre.