Albufeira 2006 - Trainingslager in Portugal Schon zur guten jährlichen Tradition in der Winterpause hat sich das Trainingslager unserer Mannschaft in südlichen Gefilden entwickelt. Angetreten, neben dem Tross der Spieler und Betreuer, waren ungefähr 50 unentwegte Schachtscheisser, welche sich beim straff auf Kondition getrimmten Event 2006 an der Algarve für die kommenden Aufgaben in der harten Rückrunde vorbereiten wollten. Der jüngste Fan dieser bunt gemischten Reisegesellschaft zählte noch kein volles Jahr und alt genug sahen wir alle irgendwann auch mal aus. Das muss so sein bei Konditionseinheiten unter "all inklusíve" Bedingungen - war man sich abschließend einig ;). Die Anwesenden der vom Ueblen Thomas organisierten Reisegesellschaft rekrutierten sich dabei aus so klangvollen Fanclubs wie: KKN, Schöbel & Gesox, Bergkgeschrey, Binge Team Geyer, Brünlasberg, Vertretern der Brigade Hoff - die "Alten" werden sich erinnern, Muhme, den Geyrischen, Jägerheim, Thalheim, Langenbach, den Lugauern, den Revierförstern, der Kölner Fraktion und versprachen aufgrund der Vielfalt Flexibilität und Überraschungsmomente. Los ging es nach einigen Aufwärmeinheiten im Bistrocafe Aue am späten Abend zu Samstag via Bustransfer zum Flugplatz Leipzig - wo man sich lautstark einschwor, was zur Folge hatte, dass der Spanienbomber erst nach einigem hin und her mit dem etwas mimosenhaften Kapitän des Fluggerätes betreten werde durfte. Beim Zwischenstopp auf Malle dann der erste ernsthafte Gegner: Ligakonkurrent Burghausen trat an, um sich im fairen Match mal Wacker zu schlagen - 1:0 für Aue (kampflos nach Flucht des Gegners). Ein paar Bier später die Landung in Faro an der Algarve. Stahlblauer Himmel, Sonne und wohltuende Wärme boten beste Bedingungen für den Test Nr. 2: Kein Geringerer als Dynamo Moskau stellte sich. Nach einigen Diskussionen auf russisch, ostdeutsch und englisch auch hier Ernüchterung. Anfangs waren die Moskwitschi energisch auf ein Testspiel aus - bekamen jedoch Muffensausen, als sie begriffen, dass sie nicht gegen unsere Mannschaft - sondern gegen deren Fans antreten wollten.Also blieb vorerst nichts weiter übrig, als Quartier zu beziehen und die ersten Konditionseinheiten des Camps zu bolzen. Das Trainingsgelände selbst war überragend - die örtliche Nähe des Sand-, Wasser-, Rasen- und Hartplatzes zum Getränkewart bestach durch kurze Wege und hervorragende Versorgung. Derart motiviert wurde das Training dann bei hereinbrechender Dunkelheit in die Hotel(eigene)halle verlegt und mit noch steigender Intensität dort zu Ende gebracht. Hier stellte sich dann auch der erste würdige Gegner: Eine Truppe von "WM2002Nichteilnehmern" bekam eben das immer wieder auf die Bemme geschmiert. Der Fairness halber muss man hier aber ein 1:1 ansetzen, da es aufgrund des harten Trainingseinstieges unsererseits doch schon einige Ausfälle zu beklagen gab - was die Oranjes gnadenlos ausnutzten. Dabei ging manch einer sogar an die so genannte "Kotzgrenze".
Tag Zwei stand im Zeichen von Taktikschulungen am praktizierten Beispiel spanischer Ligaspiele. Mit gemieteten Fahrzeugen wurde der Kern der Mannschaft nach Sevilla verbracht. Das Spiel des dortigen FC gegen Malaga stand an. Der 7. gegen den 15. Eine riesige Schüssel, zu ca. ¾ mit etwa 40.000 Sonnenblumenkerne auslutschenden Zuschauern gut gefüllt und bestens beschallt. Ein interessantes Erlebnis für schlappe 40€ Eintritt mit einem eher mäßigen Spiel. 3:1 gewannen die Hausherren. Interessant dabei war, dass ständig riesige Böller im Kurvenbereich gezündet wurden, Rauch hochging und sich keiner daran störte - aber auch nichts aufs Spielfeld segelte. Derart motiviert beschloss das gesamte! Team spontan, noch den Abend mit freiwilligen Übungen an der Bar zu beschließen. Tag 3 brachte am Vormittag dann den ersten Kontakt zu Mannschaft. Alle waren an Deck - außer der angekündigte Rupf und Gerd. Das Training leitete (oder besser litt!?) Co Holger Erler mit tatkräftiger Unterstützung unsererseits ;) Lustiger war da aber schon das Trainingsmatch am Nachmittag zwischen Eintracht Frankfurt und dem SC Freiburg - die Breisgauer waren ebenfalls im Alfamar-Beachhotel wie unsere Veilchen. Frankfurt gewann nicht ganz unverdient 2:0 und an Ermangelung anderer Fangruppen gaben wir einen Support vom Feinsten. Es wurde viel gelacht und neue Freundschaften geschlossen (mit Neuauefan Roda Antar oder Heribert Bruchhagen: "Ihr seid wohl überall in Europa?"), auch etwas geheult ob Erinnerungen an vergangene Zeiten (gell Lars Hermel!?) und geschmunzelt mit einem gewissen Herrn Benjamin Huggel. Ergibt Alles in Allem ein Zwischenstand von 4:1.Abends folgten wir der Einladung zu einem Wettkampf der ortsansässigen rhythmischen Gymnastikgruppe, wo wir das erste Mal auf Wettkampfbasis das Nachsehen hatten. Am Ende des Tages also ein 4:2 für die Guten gegen den Rest der Welt. Am Dienstag ging es dann eher um Krafttraining und Schnelligkeit. Beides verbunden mit wildem Kurbeln des Lenkrades und Treten der Pedale bei der Verfolgung des Mannschaftsbusses zum Spiel gegen Mainz. Es sah schon beeindruckend aus - ein größerer lila-weißer Autokorso durch Portugal als zum berühmten Spiel auf Platz 11 an der Weser. Dazu ein recht ordentliches Spiel unserer Veilchen, ein geiler Support mit der Kreation des Schlachtrufes schlechthin: "Nur ein Auer ist ein Auer" (Nachdem der Mainzer Benjamin Auer den Elfer zum Ausgleich geschunden hatte), lustigen Blödeleien mit Jürgen Klopp und Ex-Schachter Nic Noveski und einem feinem Ausklang - ähh ja, wo weiß der Autor nicht mehr so genau - übertrainiert! - Jedenfalls: 5:2!Vom Mittwoch weiß ich leider auch nicht allzuviel zu berichten. Ausgezehrt vom harten und ungewohnten Training lag mein Hauptaugenmerk deutlich auf dem kontrollierten abgeben von Körperflüssigkeiten, während sich der Rest der Gang in Lissabon zu einem Pokalspiel rumtrieb. Die Auswertung am Abend brachte jedoch schon wieder Fortschritte in der für den Sportler so wichtigen Aufnahme von Flüssigkeit.Allmählich fruchtete auch die Betätigung. Das Leistungsvolumen wurde größer und die Ausdauer immer Besser. So ergab es sich am Donnerstag, dass während des Spieles gegen den portugiesischen Drittligisten FC Imortal eine Mehrzahl der Fans sich aufmachte, um einen in Höllentempo um den Sportplatz rasenden 100.000m-Läufer zu folgen (6:2). Natürlich nur mit den Augen - schließlich wollten wir die so wichtigen Getränke nicht unbeobachtet lassen.Am Abend wurden wir auf ein Bier mit Spielern der Mannschaft (Miko, Kos und Bobel stellten sich neben Holg` und Bertram) vom Verein eingeladen. Ein Zweites hatte der Co-Trainer gesponsort. Dabei versuchten wir den Thomas Bobel zum Bleiben zu überreden - was dem armen Kerl doch sichtbar beeindruckt hat, ihn aber wohl kaum in seiner Entscheidung beeinflussen wird. Miko war deutlich angetan von unserem Verein und seinen Fans und will noch bissel was reißen - hoffen wir, dass es so klappt. Zurück im eigenen Hotel brach dann ein Teil der Gruppe (die oberen 10.000 - VIP-Sitzplatz Tribüne seit mindestens 67 Jahren) zu einer geheimen Mannschaftssitzung auf, während der zurückgelassene Mob (Fankurve Stehplatz) noch ein wenig um die Häuser zog um die Kultur des Landes aufzusaugen oder körperliche Betreuung zu finden. Beides gelang ;) So kam es, dass die Auerufe und Badewanneneinlagen zu immer früherer Zeit am Morgen durch die Anlage hallten, was aber keinen weiter störte - zumindest nicht von uns ;)Eine schöne Episode hielt der letzte volle Tag noch bereit. Noch einmal wurde das Training der Mannschaft besucht. Mittags mussten die Leihwagen wieder abgeben werden, so dass viel Zeit zur freien Verfügung stand. Es boten sich die unterschiedlichsten Individualabschlußtrainingseinheiten mit Strandlauf, Schwimmen und natürlich Konditionstraining bis zum umfallen.
Abschließend kann man also festhalten, dass das Trainingslager für alle Beteiligten ein voller Erfolg war (Obwohl ich mir bei den bisher gezeigten Leistungen unserer Mannschaft da nicht so sicher bin). Selbst das ausgeraubte Hotelzimmer vom Binge-Team hat den Vorteil, dass sich die betreffenden Personen ohne DRK-Wühltisch auf Versicherungskosten endlich mal ordentlich einkleiden können ;) Es wurden viele alte Geschichten erzählt und die berühmt-berüchtigte "Puff-Bahn" reaktiviert - wer hätte das Gedacht nach all den Jahren?
Bleibt noch zu erwähnen, dass das wahrscheinlich Letzte was Tchipev für den Auer Fußball geben konnte oder wollte auf dem Heimflug in meinem Magen landete. Fazit: eine wieder mal sehr gut gelungene Veranstaltung, die nach Wiederholung schreit. Wir Fans sind gerüstet für den harten Kampf um die Klasse und Ehre in der Rückrunde - die Mannschaft muss es noch beweisen - am besten gleich heute!Bis zum nächsten Mal! geschrieben von: King |